Club Hector am Fr, 20. Oktober 2006:

Polskiego Beatu Superocki mit
"Gruppe BORSCHTSCH"

Gruppe Borschtsch feierte kürzlich ihr großartiges Comeback: Als eine der letzten Bands bespielte sie den entkernten Palast der Republik in Berlins Mitte. Seitdem wird wieder heftig gerockt, die Zirba getanzt oder das Publikum zu Tränen gerührt. Den vier Brüdern aus Zoppot in Polen geht es in ihrer Musik immer um ganz große Gefühle – egal, ob die überlegene polnische Raumfahrt, die Übernachtung in einem Meer von Kakerlaken auf dem Bahnhof von Leordeni oder das statistische Verhältnis von weiblichen und männlichen Erdenbürgern besungen wird. Das Programm wird in klassischer Beat-/Rockbandbesetzung und natürlich in nicht ganz akzentfreiem Deutsch auf die Bühne gebracht.
Ach ja, und das Salz in der Suppe: Die ausgewiesenen Botschafter in Sachen musikalischer Osterweiterung sind vier Ur-West-Berliner.
Gruppe Borschtsch: ein augenzwinkernder Tribut an alte Amiga-Songs zwischen Geniestreich und geschmacklicher Entgleisung – von den Roten Gitarren über Omega und Berluc bis Frank Schöbel. Nicht nur ein Erlebnis für (N)ostalgiker!

Gruppe Borschtsch sind:

GITARRE:
Spażek Borschtsch – alias Space M. Pfeffer (Space Hobos)

HAMMOND ORGEL, STIMME:
Lech Borschtsch – alias KAPi Kapitzke (The Butlers, Lionsclub, Rhythm & BeatORGANisation)

SCHLAGZEUG, STIMME:
Pejbl Borschtsch – alias Peter Landgrebe (Bert’z Rache, Pebert & Feeling)

BASSGITARRE, STIMME:
Tadeusz Borschtsch – alias Gabriel Kinkel (série noire, Rhythm & BeatORGANisation)

Ähnlichkeiten mit Bandmitgliedern der noch oder ehemals real existierenden Formationen sind weder rein zufällig, noch beabsichtigt - sondern unvermeidbar.

Für den Tanzboden zuständig ist Terrorexperte The Mytch (aka Pjotr Bronkovicz, der berühmte Erfinder eines Volumen und Glanz steigernden Hundehaarshampoos) und DJ STROKO, seines Zeichens Gefahrensucher und Extrem-Alditüten-Rodler.

Bereiten Sie sich bitte darauf vor, durchaus viel Kram aus Polen, der Tschechoslowakei, Bulgarien, Russland, Rumänien, Ungarn usw. zu hören und dazu Tanzen zu müssen. Alles aus den 60ern, gemischt mit internationalen musikalischen Perlen von Garage und Beat bis Soul und R&B.
Seien Sie aber desweiteren beruhigt: das ist gar kein Problem. Erst recht wenn Sie sich angemessen viel Vodka, Becherovka, weinhaltige Getränke, Lagerbier und Prandyczborka oder so eingeflößt haben...

Zur Kleiderordnung:
Gerne dürfen Sie enge Lederjacken, eingefettete Seitenscheitel, buschige Oberlippenbärte, altmodische Anzüge, Einstecktücher, kurze Röckchen, längere Haare, zerfledderte philosophische Werke im Taschenbuchformat in der eigens dafür vorgesehenen Jackentasche, ein Tuch um den Hals, Nickelbrillen, bunte Glockenkleidchen mit riesigen Schlipsen, zerlatschte Wildlederschuhe, Schlaghosen, bunte Hemden, auftoupierte Haare (mit viiiiel Haarspray), künstliche Wimpern zum Klimpern und so tragen. Und möglichst bizarre Gespräche führen (das ist zumindest für heimliche Zuhörer interessant!).

Kommen Sie in Massen und machen Sie doch mal richtig einen drauf!

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