Mark
Mooshammer aka
Mark "Mister Hit" Fuck
Mark Fuck, der (ungeratene) Enkel
von Münchens (Ex)-Mode-Papst Mooshammer, Gründungsmitglied der Berliner
Rock'n Trash Combo " Motor-Babies" und
Chef des "Wiener Blut Club" und der Party
Reihe "Sweet Georgia Brown Club" und
"Ram Jam Party Club" sagt über sich
selbst und sein musikalisches Schaffen :
Die ersten 15 Jahre meines Lebens bin ich bei meinen Großvater in München
aufgewachsen, der mich zwar nicht wie meinen Vater verleugnete, aber doch nie
zur Kenntnis nehmen wollte, dass ich "anders" war.
Zwar unterstützte er mein Interesse für Musik und Bewegung, versuchte
aber, dieses in eine ihm genehme Richtung zu leiten.
Und so musste ich seit meinem 10 Lebensjahr die Ballet-Schule
seines Freundes Matzl "Jean" Poldmeyer besuchen.
So was hinterlässt Spuren und verursacht Folgen !
Nach einem heftigem Streit, dessen Anlass die Frage nach meinem Vater und dessen
Herkunft und Werdegang war, kam heraus, dass er meine Großmutter auf dem
Oktoberfest 1953 kennen gelernt haben muss und
das diese Begegnung offensichtlicher weise nicht ganz folgenlos geblieben war.
Die Frucht dieser kurzen, bierseligen Begegnung, Benjamin Mooshammer (meinen
Vater) verleugnete er bis zu dessen Eintritt in die Fremdenlegion
1972, dem Jahr meiner Geburt.
Ein Anfall von später Reue und die blendende Erscheinung meines Vaters
in Fremdenlegionärsuniform, bewegten ihn dazu, zu mindestens mir ein "Zuhause"
geben zu wollen.
Und was für ein "Zuhause"!
Eine parfümierte Luxushölle, vollgestopft
mit ekligen kleinen Hunden und Parvenüs !
Die erste Gitarre und die erste Bierflasche
meines Lebens mit 12 waren eigentlich nur ein verzweifelter Versuch meinen übermächtigen
Großvater und der grässlichen Ballet-Schule etwas entgegenzusetzten.
Ich wusste zwar nicht wirklich, was ich tat, fühlte aber, dass sich plötzlich
eine neue Welt voller Kraft und Lebensfreunde auftat, in der alle rosa
Hemden verblassten.
Mein Großvater war natürlich entsetzt, merkte er doch ganz richtig,
dass der Rock'n'Roll sich meiner bemächtigt
hatte.
Nicht unclever, versuchte er diese Leidenschaft in die richtigen Bahnen zu leiten
und schenkte mir eine der letzten Platten von Elvis Presley.
Der wäre schließlich der einzige von diesen Pomadenköpfen
gewesen, der am Ende etwas von Mode verstanden
hätte ....
Allerdings ging dieser "Rettungsversuch" gänzlich in die Hose,
denn ich besorgte mir auch die ersten Platten des Kings und auch die der schlimmeren
Jungs.
Ab da war eigentlich alles klar !
Mein Großvater kochte, seine Freunde waren amüsiert und ich lernte
die Cramps auf ihrer 1987er Deutschland-Tour kennen.
Sicherlich war meine Liaison mit Poison Ivy ein
Grund dafür, dass ich den Rest der Tour als Tourbegleiter dabei war.
Als ich allerdings in die USA mit ausreisen wollte, wurde ich am Zoll einkassiert.
Es folgten zwei weitere Jahre bei meinen Großvater, der inzwischen jede
Hoffnung aufgegeben hatte und 1989 der Umzug nach Berlin.
Die Gründung der "Motorbabies" und
der Aufbau des "Mark Fuck Labels" folgte,
der Rest ist Geschichte ....